So, jetzt hab ich die wichtigsten Städte Chinas durchgespielt und weiß nicht so recht, ob ich positiv oder negativ resümieren soll. Peking hat sich schlussendlich als die Stadt herausgestellt, die mein Feind sein will, und wird. Letztens hab ich der Stadt ja nicht soooo viel gutes zugeschrieben, die hat sich dafür gleich mal via Umweg Karma revanchiert, indem sie in einem heimtückischen Akt der Bosheit, verkleidet als Computerfehler, so ziemlich meine ganzen Fotos der Stadt verschwinden hat lassen. Wär nicht so schlimm, Wetter war eh mies, aber um die Fotos der Mauer ists mir doch ein bisschen leid. Das resultierende Fluchen über die Stadt hat dieselbige nur weiter provoziert, so hat sich in meiner Wäsche ein pekinesisches HardRock Cafe Shot Glass versteckt und hat dann in der Waschmaschine einen Glasscherbenamoklauf veranstaltet. Geh ich halt als Punk mit zerrissenem Leiberl, die Japaner kaufen mir das sicher als neuen europäischen tornshirtstyl ab.
HongKong hat vieles wieder gut gemacht, was Peking vermiest hat. Ein bisschen New York Feeling kommt auf in der Stadt, und wären nicht so viele Chinesen da, könnte man die Stadt locker in die USA oder nach Großbritannien stellen, würde keinem zu sehr als Fremdkörper auffallen. Die Masse der Leute wird viel besser gehandhabt, die Verteilung der Massen funktionierte so gut, dass es nur ganz selten zu diesem überfüllten Gefühl gekommen ist, das mich ansonsten auf dem ganzen Chinatrip konstant begleitet hat.
Kleines Highlight war die Avenue of Stars, ein asiatischer Walk of Fame Verschnitt. Da spaziert man, erkennt natürlich überhaupt keine der Berühmtheiten, und geht mit gesenktem Blick andächtig von Sternchen zu Sternchen und hofft darauf, dass was passiert. Und dann passiert was. Man rennt in eine Absperrung. Und dann schaut man auf. Und schaut ihm in die Augen. Und er schaut dir in die Augen. Ein überlebensgroßer, schwarzer, kampfbereiter Bruce Lee. Nichts gegen den restlichen Hongkonger Filmmarkt. Jackie Chan verdient ja auch Respekt. Aber freakin' Bruce Lee. Bereit dich zu zerstören. Da war ich glücklich.
Macau, das Glücksspielparadies, das nur eine Bootsstunde von Hongkong entfernt ist, hat sich entpuppt, naja, als Glücksspielparadies. Viele Hotels mit inkludierten Casinos, dort wo keine Hotels waren, waren recht ärmliche Viertel, die die Leute beherbegern, die die Hotels am laufen halten. Das Stadtzentrum, ganz portugiesisch geprägt, war den Trip wert, und eine chinesischjesuitische Kirchenfasade, die den heiligen Geist, obligatorische Kreuze aber auch eine vielköpfige Hydra und einen Monster-Drachen bietet, die hat was für sich. Die wollten das Christentum so richtig cool machen, sieht man gleich.
Da hat die Zeit wieder angefangen, schnell zu vergehen, und schon war ich in Shanghai. War irgendwie ein Mix aus den ersten beiden Städten, zwar unendlich viele Menschen, aber doch im großen und ganzen eine moderne Stadt. Das die EXPO zur gleichen Zeit mit mir in der Stadt war, musste natürlich genutzt werden, und dort hat man gesehen, was mit vielen vielen Billigarbeitskräften möglich ist. Das Gelände natürlich hochgesichert, immer sauber, fast schon rein, ebenso die Sanitäranlagen und eigentlich alles. Die Idee, das ganze am Samstag anzuschauen, haben neben mir auch 17 Millionen Chinesen gehabt, das hat auch erklärt warum bei manchen Ländern die Wartezeit auf die 4 Stunden zuging (Deutschland, Frankreich, Spanien) und ihr Maximum in 8 Stunden beim saudi-arabischen Pavillion fand. Dementsprechend wurden eher solche Länder mit geringen bis keinen Wartezeiten besucht, wie der Iran, Nordkorea, Usbekistan und Österreich.
Und da hat man sich schon ein bisschen daheim gefühlt. Oberösterreicherinnen, die mit dem im Haus produzierten Kunstschnee chinesische Kinder mit Schneebällen bewerfen, ein Tiroler, der auf den Hinweiß, dass das klassische Musikstückchen, das alle Stunden gespielt wird, etwas spät dran ist, nur mit den Worten "a moch kan Stress" reagiert und ein Shop, der heimische Produkte verkauft. Was will man mehr. Hätte mir nie vorgestellt, ein Packerl Soletti und eine kleine Dose Ottakringer als österreichisches Frühstück durchgeht bei mir. Und das es gut ist obendrein.
Letzter Tag in Shanghai, man sitzt an der Promenade gegenüber der doch beeindruckenden Skyline. Eine der unzähligen Chinesinnen, die in irgendeiner Form von mir Geld wollen hat sich neben mich gesetzt, und hat einmal eine ganz gewagte Technik probiert. Sie war ehrlich. Hat gesagt sie ist arbeitslos, und braucht Geld, darum fragt sie Ausländer, die wahrscheinlich Geld haben, ob sie ihr Geld geben. NEuro wollt sie. Stefan natürlich großherzig, hat den Euro springen lassen, und dann ist sie sitzen geblieben. Und dann haben wir ein Gespräch über das Ölleck in Mexico, die europäische Wirtschaft, und ob man IKEA als Erfolgsunternehmen bezeichnen kann, geführt.
Ich würde sie als nett bezeichnen im nachhinein. Eine arbeitslose Frau, die Geld schnorrt, führt zu einer positiven Gesamtbilanz. Gut gemacht, China.
Mittwoch, 28. Juli 2010
Sonntag, 18. Juli 2010
Peking
"Do you wanna have nice girl with healthy massage sex?"
Dieses, und viele andere andere Angebote dieser Art, weiters Vorschläge Postkarten, Anstecknadeln, kommunistische Parteibücher, OBA MAO T-Shirts, Regenschirme, vierzehnteilige Flugdrachen, tiefgekühlte Melonen und Zigaretten zu kaufen, haben mich nur zu einem Schluss bringen können: der geschäftstüchtige pekinger Durchschnittstouristenfänger ist um mich besorgt.
Die Reise vom Pekinger Flughafen, noch frisch im Glanz der Renovierung für die Olympischen Spiele, zu meinem Hostel, das unweit des politisch viel genutzten TianMen Platzes gelegen ist, hat sehr schnell die Unterschiede zu, sagen wir mal Hausnummer: Korea, aufgezeigt. Seoul hat ja noch einige Millionen mehr Einwohner als die chinesische Hauptstadt, trotzdem hab ich mich dort nie richtig beengt gefühlt. Es ist unglaublich, wieviele Menschen hier sind. So viele Menschen. Überall. Überall sind Menschen und stoßen, und drängen, kämpfen um freie Sitzplätze in der U-Bahn. Irgendwie, obwohl die Straßen und öffentlichen Verkehrsmittel sicher mit anderen Metropolen vergleichbar, wenn nicht sogar etwas größer ausgelegt sind, man hat irgendwie immer das Gefühl, alles ist unterdimensioniert. Dafür, so eine Stunde nachdem die U-Bahn aufgehört hat, ihr Kampfprogramm zu fahren (also gegen Mitternacht), nimmt die Dichte auf den Strassen sehr stark ab, nix mit "City that never sleeps". Von 12-6 ist Bettruhe.
Um den Abend nach der Ankunft noch etwas zu nutzen, hab ich das hosteleigene Angebot einer Tour zu einer örtlichen Kung-Fu Show wahrgenommen, die Alternative wär eine Akrobatikshow gewesen. Akrobatik, pff, wer schaut denn sich sowas an. Aber Kung-Fu, das kann ja nix schlechtes sein, wenn mans dort sieht wos herkommt. Das ganze war in eine Geschichte verpackt, wo ein kleines Kind zum alten Kung-Fuuuuu Meister geht, und sagt, es hat Angst, weil die Herausforderung so groß ist blablabla. Um den Balg zu ermutigen, erzählt der Meister eine Geschichte von einem anderen jungen Kampfchinesen, der vor vielen Jahren in der gleichen Situation war, und legt dann obendrauf natürlich noch dessen ganze Lebensgeschichte nach. Inklusive Selbstzweifel, Abkommen vom rechten Weg wegen einer Frau (eh klar), Trauer über den Tod derjenigen, Selbstwiederfindung und schlussendlicher Retournierung zum einzig wahren Lebenssinn. Und, jetzt kommt die Wendung der Geschichte, mit der sicher niemand, also wirklich NIEMAND gerechnet hat. Es ist die Lebensgeschichte vom alten Meister selbst.
Na. Wer. Hätte. Das. Gedacht. Wenigstens hat er sich einmal vor lauter Ärger ein paar Eisenstangen am Kopf zerschlagen. Das war coooooool.
Zweiter Tag, oben genannter TianMen Platz und Verbotene Stadt. Am Platz stehen noch ein paar alte Stadttore, die recht eindrucksvoll sind, aber Main Attraction ist das Mausoleum vom Mao. Maosoleum. Witz des Jahrhunderts. Auf jeden Fall hat man sich, damit man da reinschauen darf, anstellen müssen. Ich hätt mir nie gedacht, dass eine Warteschlange eindrucksvoll sein kann, aber da bin ich eines besseren belehrt worden. Zuerst einmal hat man alle Taschen, Fotoapparate, eigentlich alles, was man nicht als Kleidung bezeichnen kann, abgeben müssen in einer zentralen Lagerstätte, und dann ist der Spass schon losgegangen. Da sind so 3-4 Leute auf gleicher Höhe gestanden, und ich hab mir den Spass gemacht, einfach einmal die halbe Länge der Schlange entlangzugehen. Das hat 10 Minuten gedauert. So viele Menschen. Unglaublich. Ich hab mir das Kommunistendenkmal aber dann doch nur von aussen angeschaut und bin gleich in die Verbotene Stadt weiter, praktisch ist das hier in Peking, alles ist auf einer Nord-Süd Achse.
ie Anlage ist einmal so richtig groß; ohne mich großartig an bestimmten Orten in der ehemaligen Kaisercity aufzuhalten, hab ich locker 3 bis 4 Stunden vergehen lassen, bis ich mich dann zum Nordeingang durchgekämpft hatte. Nach einer interessanten kalten Nudel-Gurken Variation war als nächstes der Kaiserliche Stadtpark am Programm, der aber sehr viel Flair durch die miese Wetterlage verloren hatte. Abgerundet wurde der Tag beim Nachtmarkt bei gutem Skorpion am Spieß.
Obligatorisch war Tags darauf der Trip zur großen Mauer, aber nicht zum Mainstream touristifizierten Teil, nein, unsere muntere Reisegruppe wurde zu einem abgelegeren, nur teilweise restaurierten Teil der Mauer gebracht, wo dann 3 Stunden wandern angesagt war. Bin ich ja kein Freund von, aber als dann der fünfte Turm passiert war, man auf der Spitze eines der unzähligen Berge dort gestanden ist, die Landschaft genießt (der einzige Tag mit schönem Wetter) und einem einfach nur das Wort "Geil" im Kopf herumschwirrt, dann weiss man wohl, dass sich die Schinderei bezahlt gemacht hat.
Am dritten Tag haben dann meine Oberschenkel formal Beschwerde über den letzten Tag eingebracht, ein ruhigerer Tag war angesagt.Es wurde neben einer weiteren sehr überfüllten Tempelanlage ein Shoppingcenter besucht, so ein richtig tolles war das, mit Preisen, die sich sehr schnell halbiert haben, wenn man nur einmal nein gesagt hat, und sowieso nur Originialware. Und Wahnsinn, die sind uns voraus, die haben sogar "iPads" auf denen Android 1.0 lauft. Unglaublich, diese Chinesen.
Abends dann meine obligatorischen HardRockCafé Shot Glasses eingeholt und dort dann einer Coverband gelauscht, die ihre Texte nicht konnte. "Du Hast" von Rammstein wird so zu einem ganz besonderen Erlebnis.
Es war interessant hier zu sein, ich hoffe abr, dass Shanghai und Hong Kong ihrem Ruf gerecht werden, sehr anders zu sein.
So viele Menschen... das macht mich fertig.
Dieses, und viele andere andere Angebote dieser Art, weiters Vorschläge Postkarten, Anstecknadeln, kommunistische Parteibücher, OBA MAO T-Shirts, Regenschirme, vierzehnteilige Flugdrachen, tiefgekühlte Melonen und Zigaretten zu kaufen, haben mich nur zu einem Schluss bringen können: der geschäftstüchtige pekinger Durchschnittstouristenfänger ist um mich besorgt.
Die Reise vom Pekinger Flughafen, noch frisch im Glanz der Renovierung für die Olympischen Spiele, zu meinem Hostel, das unweit des politisch viel genutzten TianMen Platzes gelegen ist, hat sehr schnell die Unterschiede zu, sagen wir mal Hausnummer: Korea, aufgezeigt. Seoul hat ja noch einige Millionen mehr Einwohner als die chinesische Hauptstadt, trotzdem hab ich mich dort nie richtig beengt gefühlt. Es ist unglaublich, wieviele Menschen hier sind. So viele Menschen. Überall. Überall sind Menschen und stoßen, und drängen, kämpfen um freie Sitzplätze in der U-Bahn. Irgendwie, obwohl die Straßen und öffentlichen Verkehrsmittel sicher mit anderen Metropolen vergleichbar, wenn nicht sogar etwas größer ausgelegt sind, man hat irgendwie immer das Gefühl, alles ist unterdimensioniert. Dafür, so eine Stunde nachdem die U-Bahn aufgehört hat, ihr Kampfprogramm zu fahren (also gegen Mitternacht), nimmt die Dichte auf den Strassen sehr stark ab, nix mit "City that never sleeps". Von 12-6 ist Bettruhe.
Um den Abend nach der Ankunft noch etwas zu nutzen, hab ich das hosteleigene Angebot einer Tour zu einer örtlichen Kung-Fu Show wahrgenommen, die Alternative wär eine Akrobatikshow gewesen. Akrobatik, pff, wer schaut denn sich sowas an. Aber Kung-Fu, das kann ja nix schlechtes sein, wenn mans dort sieht wos herkommt. Das ganze war in eine Geschichte verpackt, wo ein kleines Kind zum alten Kung-Fuuuuu Meister geht, und sagt, es hat Angst, weil die Herausforderung so groß ist blablabla. Um den Balg zu ermutigen, erzählt der Meister eine Geschichte von einem anderen jungen Kampfchinesen, der vor vielen Jahren in der gleichen Situation war, und legt dann obendrauf natürlich noch dessen ganze Lebensgeschichte nach. Inklusive Selbstzweifel, Abkommen vom rechten Weg wegen einer Frau (eh klar), Trauer über den Tod derjenigen, Selbstwiederfindung und schlussendlicher Retournierung zum einzig wahren Lebenssinn. Und, jetzt kommt die Wendung der Geschichte, mit der sicher niemand, also wirklich NIEMAND gerechnet hat. Es ist die Lebensgeschichte vom alten Meister selbst.
Na. Wer. Hätte. Das. Gedacht. Wenigstens hat er sich einmal vor lauter Ärger ein paar Eisenstangen am Kopf zerschlagen. Das war coooooool.
Zweiter Tag, oben genannter TianMen Platz und Verbotene Stadt. Am Platz stehen noch ein paar alte Stadttore, die recht eindrucksvoll sind, aber Main Attraction ist das Mausoleum vom Mao. Maosoleum. Witz des Jahrhunderts. Auf jeden Fall hat man sich, damit man da reinschauen darf, anstellen müssen. Ich hätt mir nie gedacht, dass eine Warteschlange eindrucksvoll sein kann, aber da bin ich eines besseren belehrt worden. Zuerst einmal hat man alle Taschen, Fotoapparate, eigentlich alles, was man nicht als Kleidung bezeichnen kann, abgeben müssen in einer zentralen Lagerstätte, und dann ist der Spass schon losgegangen. Da sind so 3-4 Leute auf gleicher Höhe gestanden, und ich hab mir den Spass gemacht, einfach einmal die halbe Länge der Schlange entlangzugehen. Das hat 10 Minuten gedauert. So viele Menschen. Unglaublich. Ich hab mir das Kommunistendenkmal aber dann doch nur von aussen angeschaut und bin gleich in die Verbotene Stadt weiter, praktisch ist das hier in Peking, alles ist auf einer Nord-Süd Achse.
ie Anlage ist einmal so richtig groß; ohne mich großartig an bestimmten Orten in der ehemaligen Kaisercity aufzuhalten, hab ich locker 3 bis 4 Stunden vergehen lassen, bis ich mich dann zum Nordeingang durchgekämpft hatte. Nach einer interessanten kalten Nudel-Gurken Variation war als nächstes der Kaiserliche Stadtpark am Programm, der aber sehr viel Flair durch die miese Wetterlage verloren hatte. Abgerundet wurde der Tag beim Nachtmarkt bei gutem Skorpion am Spieß.
Obligatorisch war Tags darauf der Trip zur großen Mauer, aber nicht zum Mainstream touristifizierten Teil, nein, unsere muntere Reisegruppe wurde zu einem abgelegeren, nur teilweise restaurierten Teil der Mauer gebracht, wo dann 3 Stunden wandern angesagt war. Bin ich ja kein Freund von, aber als dann der fünfte Turm passiert war, man auf der Spitze eines der unzähligen Berge dort gestanden ist, die Landschaft genießt (der einzige Tag mit schönem Wetter) und einem einfach nur das Wort "Geil" im Kopf herumschwirrt, dann weiss man wohl, dass sich die Schinderei bezahlt gemacht hat.
Am dritten Tag haben dann meine Oberschenkel formal Beschwerde über den letzten Tag eingebracht, ein ruhigerer Tag war angesagt.Es wurde neben einer weiteren sehr überfüllten Tempelanlage ein Shoppingcenter besucht, so ein richtig tolles war das, mit Preisen, die sich sehr schnell halbiert haben, wenn man nur einmal nein gesagt hat, und sowieso nur Originialware. Und Wahnsinn, die sind uns voraus, die haben sogar "iPads" auf denen Android 1.0 lauft. Unglaublich, diese Chinesen.
Abends dann meine obligatorischen HardRockCafé Shot Glasses eingeholt und dort dann einer Coverband gelauscht, die ihre Texte nicht konnte. "Du Hast" von Rammstein wird so zu einem ganz besonderen Erlebnis.
Es war interessant hier zu sein, ich hoffe abr, dass Shanghai und Hong Kong ihrem Ruf gerecht werden, sehr anders zu sein.
So viele Menschen... das macht mich fertig.
Donnerstag, 8. Juli 2010
How to do a Korean girl?
You don't.
Seoul, mmm Großstadt. Und man hat meinem Unterbewusstsein angemerkt, dass es irgendetwas zu kompensieren hatte, irgendetwas, das in den letzten Monaten viel zu kurz gekommen ist, etwas, was eigentlich von Anfang an geplant war: Party.
Kapitel eins war die Abschiedsfeier von unserem libanesischen Kommilitonen, den die Uni wieder in die Wahlheimat Deutschland gerufen hat. Natürlich die Gelegenheit am Schopf gepackt, und die illustre Männerrunde hat sich ins Univiertel aufgemacht, um zu sehen, obs überall in Korea einen Aufregungsgrad vergleichbar zu dem in Pohang hat, oder ob Leute auch irgendwo wirklich leben.
Sie tun's. Und wie.
Nur um meine These zu untermauern, dass dort auch wirklich immer was los ist, war ich sicherheitshalber an 5 verschiedenen Abenden in der Gegend, zwecks der Stichprobe, und immer, wirklich immer, würd der Bär steppen, wenn er da wäre.
Bekleidungsttechnisch bewegen wir uns in dieser Gegend der Stadt eher auf Dritte-Welt-Niveau, nicht zwecks des Aussehens, sondern bezüglich der Stoffmenge. Aus fünf, sechs dieser Miniröcke könnte man schon ein annehmbares Kleidungsstück für den europäischen Raum zaubern.
Nebenbei ein bisschen herumtouritifiziert, das hat sich aber alles in einem angenehmen, nicht allzu stressigen Rahmen gehalten.
Sportlichen, ach was sag ich, athletischen Höhepunkt der lustigen Koreaaufarbeitungsreise hat unser Fahrradtrip im hübschen Örtchen Gyeongju dargestellt. Diese haben wir uns ausleihenderweise besorgt, und schon sind wir an das 5 Kilometer entfernte Resortseechen gefahren, wo sich Hotels und Freizeitanlagen aneinanderkuscheln. Was uns der LonelyPlanet und auch zwei lokale Taxifahrer empfohlen haben: einen Schiessstand.
Und dort ists passiert. Ich hab das erste mal in meinem Leben eine Waffe abgefeuert. Und ja, ich war beim Bundesheer.
Wir haben eine standesgemäße Aufteilung der Schusseisen gewählt, für den Reisegefährten ist es das österreichische Qualitätsprodukt Glock 17 geworden, ich hab mich für die Magnum entschieden. Ja, Bumm hats gemacht.
Das nächste Ziel war ein Tempel, der nur so 10 Kilometer entfernt war. Steigung ist eine Schlampe, aber wir waren doch glücklich als wir zerstört von Halbbergstrassen im Angesicht eines zufriedenen Buddhas der Erleuchtung ein kleines Stück näher kamen.
Am Abend dann weiter nach Busan, und das Quartier, das auf den klingenden fast schon Pornonamen "Queens Motel" hört, ist das mit Abstand beste, was ich lebetechnisch je in Korea erlebt hab. Zimmerservice, große, saubere Sanitäranlagen, Kühlschrank, Wasserspender... alles was dass Herz begehrt. Da will man gar nicht mehr weg. Und das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum wir heute das Zimmer kaum verlassen haben, nicht das ewig lange Fortgehen mit ein paar noch in Pohang resitierenden Praktikumsstudenten.
Den Mitreisenden Matthias, der den ganzen Unfug mit mir treibt, lasse ich an dieser Stelle herzlich grüßen, obwohl er eigentlich eh zwei Meter neben mir Fussballwiederholungen anschaut.
Lustig wars mit ihm, hat mich sehr gefreut das er einen Teil der Reise mitbeschritten hat. In Seoul sind wir noch ein bisschen fortgegangen und haben uns noch das eine oder andere Styleviertel angeschaut, und jetzt, auf einmal, ist schon wieder alles anders. Jetzt, der Moment, an dem es wirklich vorbei ist mit Korea. Jetzt, drei Tage, ein Fussball-WM Finale und eine kleine Flugreise später, sitz ich in Peking, und ärger mich, dass meine Internetkünste nicht dafür reichen, Fotos in den Blog zu laden.
Wird wohl ein wenig Text-only werden in der nächsten Zeit...
Seoul, mmm Großstadt. Und man hat meinem Unterbewusstsein angemerkt, dass es irgendetwas zu kompensieren hatte, irgendetwas, das in den letzten Monaten viel zu kurz gekommen ist, etwas, was eigentlich von Anfang an geplant war: Party.
Kapitel eins war die Abschiedsfeier von unserem libanesischen Kommilitonen, den die Uni wieder in die Wahlheimat Deutschland gerufen hat. Natürlich die Gelegenheit am Schopf gepackt, und die illustre Männerrunde hat sich ins Univiertel aufgemacht, um zu sehen, obs überall in Korea einen Aufregungsgrad vergleichbar zu dem in Pohang hat, oder ob Leute auch irgendwo wirklich leben.
Sie tun's. Und wie.
Nur um meine These zu untermauern, dass dort auch wirklich immer was los ist, war ich sicherheitshalber an 5 verschiedenen Abenden in der Gegend, zwecks der Stichprobe, und immer, wirklich immer, würd der Bär steppen, wenn er da wäre.
Bekleidungsttechnisch bewegen wir uns in dieser Gegend der Stadt eher auf Dritte-Welt-Niveau, nicht zwecks des Aussehens, sondern bezüglich der Stoffmenge. Aus fünf, sechs dieser Miniröcke könnte man schon ein annehmbares Kleidungsstück für den europäischen Raum zaubern.
Nebenbei ein bisschen herumtouritifiziert, das hat sich aber alles in einem angenehmen, nicht allzu stressigen Rahmen gehalten.
Sportlichen, ach was sag ich, athletischen Höhepunkt der lustigen Koreaaufarbeitungsreise hat unser Fahrradtrip im hübschen Örtchen Gyeongju dargestellt. Diese haben wir uns ausleihenderweise besorgt, und schon sind wir an das 5 Kilometer entfernte Resortseechen gefahren, wo sich Hotels und Freizeitanlagen aneinanderkuscheln. Was uns der LonelyPlanet und auch zwei lokale Taxifahrer empfohlen haben: einen Schiessstand.
Und dort ists passiert. Ich hab das erste mal in meinem Leben eine Waffe abgefeuert. Und ja, ich war beim Bundesheer.
Wir haben eine standesgemäße Aufteilung der Schusseisen gewählt, für den Reisegefährten ist es das österreichische Qualitätsprodukt Glock 17 geworden, ich hab mich für die Magnum entschieden. Ja, Bumm hats gemacht.
Das nächste Ziel war ein Tempel, der nur so 10 Kilometer entfernt war. Steigung ist eine Schlampe, aber wir waren doch glücklich als wir zerstört von Halbbergstrassen im Angesicht eines zufriedenen Buddhas der Erleuchtung ein kleines Stück näher kamen.
Am Abend dann weiter nach Busan, und das Quartier, das auf den klingenden fast schon Pornonamen "Queens Motel" hört, ist das mit Abstand beste, was ich lebetechnisch je in Korea erlebt hab. Zimmerservice, große, saubere Sanitäranlagen, Kühlschrank, Wasserspender... alles was dass Herz begehrt. Da will man gar nicht mehr weg. Und das ist wahrscheinlich auch der Grund, warum wir heute das Zimmer kaum verlassen haben, nicht das ewig lange Fortgehen mit ein paar noch in Pohang resitierenden Praktikumsstudenten.
Den Mitreisenden Matthias, der den ganzen Unfug mit mir treibt, lasse ich an dieser Stelle herzlich grüßen, obwohl er eigentlich eh zwei Meter neben mir Fussballwiederholungen anschaut.
Lustig wars mit ihm, hat mich sehr gefreut das er einen Teil der Reise mitbeschritten hat. In Seoul sind wir noch ein bisschen fortgegangen und haben uns noch das eine oder andere Styleviertel angeschaut, und jetzt, auf einmal, ist schon wieder alles anders. Jetzt, der Moment, an dem es wirklich vorbei ist mit Korea. Jetzt, drei Tage, ein Fussball-WM Finale und eine kleine Flugreise später, sitz ich in Peking, und ärger mich, dass meine Internetkünste nicht dafür reichen, Fotos in den Blog zu laden.
Wird wohl ein wenig Text-only werden in der nächsten Zeit...
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