Sonntag, 6. Juni 2010

Aug um Aug.

Wenn da auf der Uni eine Veranstaltung durchgeführt wird, dann wird da einmal sicher nicht gespart. Letztes Wochenende zum Beispiel, war ein großes Raquetballturnier, und da werden die vier Plätze nicht gereinigt, nein, gleich komplett renoviert. Die Uni hat Geld.
Und sowieso, Raquetball. Gefährlich.

Man stellt sich vor, man geht wieder einmal auf den Raquetballplatz, um das eine oder andere Match mit dem Hausamerikaner zu spielen. So spielt man die erste Partie, die zweite, die dritte.. und in der vierten dann passierts. Einmal schaut man nicht dorthin, wo man hinschauen soll, sondern zum Gegner, dem kommt der Ball aus, und der Ball findet den kürzesten Weg vom Schläger ins Auge. Also nicht so, dass man vielleicht ein Veilchen davon trägt, ein bisschen angeschwollen oder so.

Nein, direkt auf den Augapfel. Sofortiger Augenlichtverlust. Nach einer einstündigen Wartezeit, die zeigen sollte, ob es vielleicht von selbst besser wird, wird dann doch entschieden, ins Krankenhaus zu fahren, also packt man einen Landsmann und einen Koreaner ein, und schon geht die Herumfahrerei los. Das Krankenhaus in der Stadt hat natürlich keinen Augenspezialisten, und selbst trauen sie sich keine derartige Verletzung zu, also nimmt man kurzerhand wieder ein Taxi in die nächste größere Stadt, wo ein richtig großes Krankenhaus ist. Die ist natürlich eine halbe Fahrtstunde entfernt und eine auch touristisch populäre Stadt.

Dort wird man dann in den Computertomographen gesteckt, und bekommt wenig später die Diagnose. Schwere Augenentzündung irgendwo im Apfel, die schwerstmögliche. Man bekommt fünf Medikamente, wobei man eines davon alle zwei Stunden ins Auge tropfen muss. Schlaf ist kein Ausschulssgrund. Vorbei mit durchgehendem Schlaf. Und fünf Tage später, noch immer nur ein weisser Schleier. Gibt's wirklich schöneres.

Den Franzosen, dem das passiert ist, beneide ich wirklich nicht.

Ich lern, geh fort und hab Prüfungen diese Woche.

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